Menschen in Philippus

Milan Boffo und Steffen Batz, Küster

Wie kam es, dass Ihr diese Aufgabe übernommen habt? 

Milan: Ich wohne seit meinem fünften Lebensjahr in Bretzenheim und bin in der Gemeinde groß geworden. Die Kinder- und Jugendbibelnächte habe ich gern mitgemacht. Nach meiner Konfirmation 2011 war ich Betreuer der Bibelnächte, und die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hat mir viel Spaß gemacht. Ich bin 18 Jahre alt und mache im nächsten Jahr am Gutenberg-Gymnasium mein Abitur. Seit nun einem Jahr bin ich im Küsterteam dabei.

Steffen: Ich bin auch Bretzenheimer und wurde 2013 konfirmiert. Ich war auch Betreuer bei der Jugendbibelnacht, und als mich Pfarrer Heiligenthal bat, als Küster tätig zu werden, musste ich erst abwarten, bis ich sechzehn war. Das bin ich jetzt, und seit knapp einem halben Jahr bin ich Küster.

Seid Ihr denn offiziell eingestellt worden?
Beide: Ja, viele Formulare mussten ausgefüllt werden, bis wir unseren Arbeitsvertrag von der Evangelischen Regionalverwaltung Rheinhessen erhielten.

Und wie sieht Eure Tätigkeit am Sonntagmorgen aus? 

Milan: Wir sind ab 9:30 Uhr vor Ort, schließen die Kirche auf, schalten das Licht ein und stellen die Kästen mit den Gesangbüchern auf. Um 9:45 Uhr werden die Glocken mit der Fernbedienung geläutet. Die Kerzen am Altar und die Osterkerze werden angezündet und die Mikrophone eingeschaltet.

Steffen: Bei Taufen müssen das Wasser, die Kerzen und Kinderbibeln geholt werden. Bei Abendmahlsgottesdiensten stellen wir die Geräte heraus, füllen sie mit Oblaten, Wein und Traubensaft und decken sie mit Tüchern ab. Viel Arbeit gibt’s an den großen Feiertagen, an denen viele Besucher zum Gottesdienst kommen.

Und wenn nun die Gottesdienstbesucher eintreffen? 

Milan: Zur Begrüßung ist in der Regel auch ein Mitglied des KV anwe- send. Wir überreichen die Gesangbücher, Liederordner oder Liedzettel und setzen uns, wenn der Gottesdienst beginnt, in die letzte Reihe. Von dort hat man den nötigen Überblick: Wir zählen die Anwesenden und tragen später die Zahlen in das Statistikbuch ein. Wir beobachten, ob wir jemandem helfen können, und wir lenken die Kinder bei ihrer Rückkehr aus dem Kindergottesdienst. Beim Vater- Unser läuten wir die große Glocke. Wenn das Orgelnachspiel erklingt, gehen wir ins Foyer und bereiten den Ausgang vor. Nach dem Verlassen aller Besucher stellen wir die Ordnung im Gottesdienstraum wieder her. In den Herbst- und Wintermonaten sorgen wir dafür, dass die Hauptzuwege von Laub und Schnee befreit sind.

Wie schätzt Ihr Euer Amt ein? 

Beide: Es macht Freude, mit Jung und Alt in Kontakt zu kommen.
Wir arbeiten im Hintergrund und unterstützen den jeweiligen Pfarrer bei organisatorischen Aufgaben. Wegen der vielfältigen und kreativen Gottesdienste ist es eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit. Wir arbeiten im Durchschnitt zweimal im Monat für zwei Stunden.

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