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Wir feiern gerne Gottesdienst

Sonntagmorgen, kurz vor halb zehn
Es ist Sonntagmorgen, kurz vor halb zehn. Obwohl der Gottesdienst erst in einer halben Stunde beginnen wird, ist in der Kirche schon einiges los. Manche sitzen bereits auf ihren Plätzen, andere stehen noch am Eingang. Man begrüßt und unterhält sich. Man lacht. Die Stimmung ist gelöst und doch voller Erwartung. Auch der Pfarrer ist schon gekommen. Er unterhält sich mit dem Organisten, begrüßt das Freizeitteam und begleitet dann eine Gruppe von Kinder nach vorne zum Altarraum. Die Ferienspielkinder singen für und mit der Gemeinde wieder ihre christlichen „Hits“ der vergangenen Betreuungswoche. So werden an diesem Sonntag- morgen auch viele neue Gesichter zu sehen sein. Gesangbücher werden ausgeteilt und die Neuankömmlinge herzlich begrüßt. Nicht ohne Stolz sagt ein Vater: »Mein Sohn ist heute auch dabei.«

So oder ähnlich kann es sein, wenn sich am Sonntag die christliche Gemeinde zum Gottesdienst versammelt. Wenn nach dem Orgelvorspiel der Gottesdienst »im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes« eröffnet wird, kommt wieder der alte und doch ganz unverbrauchte Rhythmus der Liturgie zum Klin- gen, das Wechselspiel von Anrede und Antwort, von Verkündigung und Gebet, von Gottes Zusagen im Evangelium und Gottes Lob im Lied der Gemeinde. Die gottesdienstlichen Ausdrucksformen sind bunt und vielgestaltig. Ob Familiengottesdienst mit dem Kindergarten oder Gospelgottesdienst mit moderner Musik, ob klassische liturgische Feier im Stil der lutherischen Messe oder ein offen gestalteter Gottesdienst unter Beteiligung einzelner Gemeindeglieder, ob after8 oder Taizégottesdienst – solche Vielfalt ist charakteristisch für den evangelischen Gottesdienst. Aber gerade darin behaupten sich die zentralen Strukturmomente des Gottesdienstes, die schon der Evangelist Lukas für die frühchristliche Gemeinde herausgestellt hat: »Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbre- chen und im Gebet« (Apg 2,42).
Der Gottesdienst als Pulsschlag des christlichen Lebens
Die Christen aller Konfessionen feiern Gottesdienst – der Gottes- dienst ist der Pulsschlag des christlichen Lebens. Nirgends wird deutlicher, wovon die christliche Gemeinde lebt und was sie trägt, als wenn sie sich an den dafür bestimmten Orten versammelt und singend, betend, hörend, lobend, dankend und musizierend vor Gott tritt.

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