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Im Focus: Menschen in Philippus

In unserem neuen Beitrag stellt Frau Dresbach unsere beiden Unruhestandspfarrer, Herrn Scheld und Herrn Petri vor.

Die Vorstellung, der Ruhestand sei „ nichts zu tun und vom Nichtstun auszuruh‘n“ ist völlig abwegig, wenn man mit den beiden Pfarrern im Ruhestand, Herrn Werner Petri und Herrn Karl Scheld, spricht. Beide Herren sind in unserer Gemeinde aktiv, und haben darüber hinaus noch weitere Aufgaben in anderen Gemeinden und Institutionen übernommen.

Sie Beide wohnen jetzt in Bretzenheim, aber Sie waren nie Pfarrer in unserer Gemeinde?

Herr Petri: Ja, das stimmt, und trotzdem war ich beruflich in Bretzenheim tätig, nämlich bei der Gossner Mission. Dort habe ich von 1979 bis 1989 ge-arbeitet. Danach war ich Pfarrer in der Thomas Gemeinde in der Berliner Siedlung. Als Ruheständler haben meine Frau und ich eine Wohnung in Bretzenheim gefunden. Übrigens bin ich gebürtiger Mainzer, habe allerdings meine Kindheit und Jugend in Siegen verbracht.

Herr Scheld: Ich habe schon als Student in Bretzenheim gewohnt. Nach einem einjährigen Spezialvikariat in der Gossner Mission war meine erste Pfarrstelle in Mainz-Laubenheim. Danach war ich überregional als Pfarrer für Mission und Ökumene in der Propstei Rheinhessen tätig. Die letzten zwanzig Jahre meines Berufslebens war ich in Gau-Algesheim Pfarrer. 2002 bin ich mit meiner Frau nach Bretzenheim gezogen.

Sie kennen sich schon lange, und Ihre Lebenswege sind ähnlich verlaufen.

Herr Petri: Ja, wir sind jetzt auch Nachbarn. Was uns an der Philippus Gemeinde beeindruckt, sind die große Vielfalt der Gottesdienste…

Herr Scheld: …und die beiden 

tüchtigen Pfarrer. Die Gottesdienste sind geprägt von viel Musik und Kunst in ganz verschiedenen Stilrichtungen.

Es gibt in unserer Gemeinde zahlreiche talentierte Mitglieder, die sich auf vielfältige Art einbringen. Deswegen ist es eine Freude, in der Philippus Gemeinde zu leben und aktiv zu sein.

-Sie halten ab und zu Gottesdienste, nicht wahr?

Herr Scheld: Ja, ein- oder zweimal im Jahr halten wir den Sonntagsgottesdienst. Wenn in der Urlaubszeit die Pfarrer verreist sind, oder wenn sie an Kirchenvorstands-Wochenenden, verhindert sind, oder wenn auf Fahrt mit den Jugendlichen sind, dann  vertreten wir sie.

Herr Petri:  Auch in anderen Gemeinden sind Vertretungen nötig. Zum Beispiel habe ich auch die Festgottesdienste in der Thomas Gemeinde übernommen. Solange meine Kraft reicht, tue ich das gern.

Bibelarbeit in der Kirche ist etwas, das mir besonders am Herzen liegt. Ich biete zweimal im Jahr einen Bibelkurs in der Philippus Gemeinde an. Das sind fünf Abende im November und nach Fastnacht. Gemeinsam mit der Gruppe wählen wir ein Thema. Ich bereite die entsprechenden Textstellen vor und die Teilnehmer diskutieren darüber. Nach den Psalmen werden wir im November über den Propheten Jesaja sprechen.

Herr Scheld:  Eine andere Aufgabe, die ich übernommen habe, ist die Seelsorge in der Mundus Senioren Residenz. Dort führe ich Gespräche mit einzelnen Bewohnern und halte – abwechselnd mit der katholischen Pastoralreferentin – Gottesdienste. 

Und ich bin auch auf Reisen! Schon viele Jahre führe ich Studienreisen in ferne Länder durch. Es gibt eine feste Gruppe aus der ehemaligen Gemeinde; dazu kommen immer wieder neue Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die regelmäßig mit mir unterwegs sind. Unser Ziel in diesem Jahr ist Montenegro.

-Ich bin voller Respekt für Sie Beide. Sie sind, auch wenn Sie offiziell im Ruhestand sind, immer noch sehr vielseitig in Ihrem Beruf tätig. Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und viel Kraft, damit Sie sich weiterhin für Ihre Gemeinden einsetzen können.

Die Fragen stellte Christa  Dresbach,

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