Nachrichten und Nachdenkliches

Philippus 60+ Auf nach Speyer

Am Mittwoch, dem 28. Juni 2017 startete unser Bus mit gut gelaunten Passagieren vom Parkplatz der IGS in Richtung Speyer.

Herr Pfarrer Dr. Meyer begrüßte uns mit launigen Worten und stimmte uns mit einer kleinen Andacht auf den Tag ein. Wir erreichten Speyer bei strömendem Regen. Gott sei Dank klarte es später auf und wir konnten  den  restlichen Tag bei Sonnenschein genießen.

Unsere beiden Stadtführerinnen erwarteten uns vor dem Haupttor des Doms, der leider wegen der Vorbereitungen der Trauerfeier für Altbundeskanzler Kohl geschlossen war. Wir erhielten dennoch viele Informationen zu dem mächtigen Kaiserdom, der 1061 geweiht wurde, und dem markanten „Domnapf“, einer großen steinernen Schale aus dem 14. Jahrhundert, vor dem Hauptportal. Hier blieb ein  besonderer Brauch aus dem Mittelalter bis heute erhalten: An großen kirchlichen Anlässen wird der Domnapf mit mehr als 1500 Litern Wein gefüllt und alle Bürger können kostenlos davon genießen. Lediglich das Glas muss man bezahlen … Zum letzten Mal wurde der Domnapf anlässlich der 950-Jahrfeier des Doms im Oktober 2011 gefüllt. Den Berichten zufolge war er bereits nach 40 Minuten geleert.

Die nächste Etappe führte in die Maximilianstraße. Dort passierten wir das wunderschöne, aus Sandstein erbaute Stadthaus  und die  Dreifaltigkeitskirche. Sie ist die älteste der fünf protestantischen Speyerer Kirchen. Wir bestaunten das historische Rathaus aus dem 18. Jahrhundert und das Altpörtel, das Haupttor der Stadt.

Anschließend besichtigten wir den Judenhof. Hier befinden sich je eine mittelalterliche Männer- und Frauensynagoge sowie ein hervorragend erhaltendes  Ritualbad (Mikwe) mit seiner ganzjährig erfrischenden Wassertemperatur von 9 Grad. Die Männersynagoge gilt als die älteste in Europa nördlich der Alpen.

Nach diesem interessanten Stadtspaziergang endete unsere Führung und es ging zum wohl verdienten Mittagessen.

Die freie Zeit am Nachmittag nutzen viele zu eigenen Erkundungen.

Wir sahen uns die im neugotischen Stil errichtete evangelische Gedächtniskirche an, deren Kirchturm mit seinen 100 Metern  Höhe der höchste der Pfalz ist, und besuchten die katholische Pfarrkirche St. Josef. Beide Kirchen sind absolut sehenswert.

Nach einer Tasse Kaffee in einem der gemütlichen Straßencafés  machten wir uns  auf den Weg zurück nach Mainz, wo wir zwei Stunden später nach einem wunderschönen Ausflugstag wohlbehalten landeten.

Sibylle Stauder, Christine Morlok

0 Kommentare zu “Philippus 60+ Auf nach Speyer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.