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Kann ich bezeugen – Der Monatsspruch

Apg 26,22 Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.

Es ist Paulus, der hier redet. Er verteidigt sich. Beredt und klug. Am Ende kommt er frei. Im Urteil heißt es: Er hat nichts getan, was Tod oder Gefängnis rechtfertigen würde. Wir dürfen weiterdenken und sagen: Er hat viel getan, was das Leben rechtfertigt. Sein Leben und unser Leben. In diesem schmalen Satz hat er, ohne Umschweife und ohne jedes Pathos, das Wesen des Lebens auf den Punkt gebracht: Hilfe erfahren und Zeuge sein.

Hilfe erfährt Paulus in seiner dunkelsten Stunde, die er für die hellste hielt. Er freut sich über den gewaltsamen Tod des Christen Stephanus. Kurz darauf wird es wirklich hell um ihn, so hell, dass er nichts mehr sieht. Und Jesus fragt ihn: Warum verfolgst du mich? Ja, warum eigentlich. Mithilfe dieser Frage beginnt das neue Leben des Paulus. Er wird Zeuge von Gottes Hilfe bei Groß und Klein. Und was für ein Zeuge. Kein zweifelloser, aber ein unbeirrbarer. Darin ist er Vorbild. In seiner Schwachheit, die er nicht wegredet. Sondern Gott anvertraut, ihm in die Hände legt. Und sagt: Mach du mich stark, mir gelingt es nicht. Gott tut es. Tut es immer. Er hilft den Schwachen auf, die sich ihm in die Arme werfen. Durchaus auch zornig sind. Aber sich nicht selbst stark reden oder machen. Und wenn Gott gehandelt hat, wissen sie das auch und sagen, wie Paulus: Es war seine Gnade, die mich stark machte. Gott sei Dank dafür.

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