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Bretzenheimer Forum
Trauer
macht
hilflos
Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist,
dann beginnt für die Angehörigen eine schwere Zeit. Es
ist, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen
würde.
Eine 50jährige Betroffene schreibt über den
Tod ihres Mannes: „Man
ist in dieser Situation völlig überfordert. Obwohl ich
mehrere Jahre lang wusste, dass dieser Tag irgendwann kommen
würde. Aber als es dann soweit war, war es doch ganz anders, als
ich dachte. Ich hielt es zu Hause anfangs überhaupt nicht aus,
fühlte mich wie ein gefangenes wildes Tier.“
Eine
andere trauernde Frau hat es einmal so formuliert: „Die Trauerzeit, das
war für mich wie in ein fremdes Land zu kommen, in dem ich die
Sprache nicht spreche.“
Die
Folge kann sein, dass Menschen ihren Lebenswillen verlieren oder sich
in ihrem Alltag nicht mehr zurechtzufinden scheinen.
Die
Sprachlosigkeit bestimmt auch oft das Verhältnis von trauernden
Menschen und den Mitmenschen in ihrer Umgebung. Diese wissen
nicht, was sie sagen und wie sie sich verhalten sollen. Sie fühlen
sich unsicher, weil sie denken, dass sie trösten sollten,
gleichzeitig aber fühlen, dass sie kein wirkliches Trostwort
haben. Oft greifen sie dann in ihrer Hilflosigkeit zu Klischees wie:
„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein
her...“ Solche
Sätze empfinden Trauernde wiederum wie Schläge ins Gesicht.
Bei
diesem Gesprächsabend wird es darum gehen, wie wir
Sprachlosigkeit überwinden können und was trauernde Menschen
für ihren Weg brauchen.
Bretzenheimer Forum
Dienstag,
8. März 2005, 20.00 Uhr,
Gemeindezentrum:
Trauernden begegnen
Gesprächsabend
mit Pfarrerin Bettina Marloth-Claaß,
tätig in der Hospiz- und Trauerseelsorge im Dekanat Mainz.
Im
Anschluss an den Gesprächsabend besteht die Möglichkeit, sich
über die Angebote des Mainzer Hospizes und anderer Institutionen
für trauernde Menschen zu informieren.
Jeder
Mensch soll
menschlich
behandelt
werden
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