Lehre uns bedenken,
dass wir sterben müssen,
dass wir klug werden (Ps 90,12)
Drei Abende in der Passionszeit
 Dienstag,
05.03.2002, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Gert Hartmannm,
Herborn:
Lehre uns bedenken, dass wir
sterben müssen, dass wir klug werden (Ps 90,12)
Warum nicht lieber beten: "Bewahre
uns vor Todesgedanken und dem Anblick des Todes, damit wir den
Lebensmut nicht verlieren"?
Natürlich: Dem Anblick des Todes
werden wir ausgesetzt sein, schon wenn ein Nachbar stirbt und wir nur
zögerlich ins Trauerhaus gehen, aus Angst um gute Worte. Mit den
Zeichen des Alterns oder plötzlich in gesunden Tagen, melden sich
auch Todesgedanken. Oft verjagen wir sie wie Gespenster, selten
begrüßen wir sie als Freunde.
Aber stimmt denn, was Bücher
erzählen, die Sterbende geschrieben haben?: Dass, angesichts des
Todes, sich unerwartete Lebensimpulse zeigen, eine neue Freiheit z.B.
oder ein Blick für Wichtiges.
Zwei Fragen also:
Falls Gott dem Gebet folgen und uns lehren würde, unsere
Sterblichkeit zu bedenken:
Welche Klugheit könnte sich
einstellen?
Welche Torheiten würden wir los?
Und welches Zutrauen zu welchem Gott könnte bereit machen,
uns lehren zu lassen?
Dr. Gert Hartmann war lange
Jahre Professor für Seelsorge und Kirchentheorie am Theologischen
Seminar der EKHN in Herborn
Publikationen:
- Erfrische Geist und Sinn, Spener Verlag Frankfurt 1997
- Lebensdeutung. Theologie für die Seelsorge,

Dienstag, 12.03.2002, 19.30 Uhr
Pfn. Karin Kiworr,
Klinkseelsorgerin und
stellv. Vorsitzende der Ökumenischen Hans-Voshage-Hospiz-Stiftung,
Mainz:
In Würde sterben - die
Chancen und Grenzen der Hospizbewegung
Viele Menschen machen sich Sorgen um
die letzte Phase ihres Lebens.
Sie fragen sich: Wie wird es mit mir zu Ende gehen?
Werden Menschen bei mir sein, mir beistehen und Kraft geben?
Ist es besser in vertrauter Umgebung zu sterben, auch wenn fehlende
medizinisch-technische Möglichkeiten die letzte Lebensphase
verkürzen oder möchte ich alle Errungenschaften der Medizin
nutzen, um so lange als möglich leben zu können.
Wer wird mir beistehen können, wenn Familie und Freunde schon
nicht mehr leben oder nicht erreichbar sind?
Weitere Informationen:
Dienstag, 19.03.2002, 19.30 Uhr
Lucia Tullius-Rick, Dipl.
Sozialarbeiterin im Sozialdienst der Uni-Klinik Mainz,
Dr. Günter Christmann, Vorsitzender Richter am LG
Wiesbaden:
Selbstbestimmt leben bis zum Tod -
Patientenverfügung in der Diskussion
Die
Entwicklungen und Errungenschaften der modernen Medizin haben
unerhörte Möglichkeiten geschaffen, in Leben und Sterben von
Menschen einzugreifen.
Viele Krankheiten, die noch vor wenigen Jahren nicht behandelbar waren,
sind heute zumindest zeitweise therapierbar.
Die Medizin kann unser Leben und unser Sterben über die uns
vorstellbaren Grenzen hinaus verlängern. Diese Entwicklung ist
für viele Menschen sehr beängstigend. In welcher Form kann
eine Patientenverfügung, bzw. darüber hinausgehende
Betreuungsvollmachten Sicherheiten bis an die Grenze meines Lebens
bieten?
Weitere Informationen zur
chrtistlichen Patientenverfügung, die von der Ev. Kirche in Deutschland
und der Deutschen
Bischofskonferenz gemeinsam herausgegeben wird:
- "Christliche
Patientenverfügung. Handreichung und Formular der Deutschen
Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
in Verbindung mit den übrigen Mitglieds- und Gastkirchen der
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Gemeinsame
Texte 15, 1999": Text zum
Download
- Übersicht
über die christliche Patientenverfügung
- Formular
- Presseerklärung
von EKD und Deutscher Bischofskonferenz zur Patientenverfügung
Veranstaltet in Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung in
Mainz
Für weitere inforamtionen rufen
Sie uns an oder mailen Sie:
Isa Mann, Ev.
Erwachsenenbildung Mainz, Tel. 06131-223889
Hendrik Maskus,
Ev. Philippus-Gemeinde, Tel. 06131-338332
zu den aktuellen
Veranstaltungen
des Bretzenheimer Forums
|