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Dienstag, 18.02.2003, 20.00 Uhr

Prof. Dr. Werner Licharz, Eschborn

Martin Buber und seine Bedeutung für die heutige Zeit

Anlässlich des 125. Geburtstags von Martin Buber
"Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch."
Diese Selbstcharakterisierung des großen jüdischen Religions- und Sozialphilosophen Martin Buber (1878-1965) führt geradewegs in das Zentrum seines Denkens, zum "dialogischen Prinzip".

1878 in Wien geboren, bei den Großeltern in Galizien aufgewachsen, aus Deutschland als Professor vertreiben, lehrte er bis zu seinem Tod in Jerusalem. Vor 125 Jahren geboren fragen wir uns nach seiner bleibenden Aktualität.
Wer war Martin Buber?
Was wollte er?
Was hat er uns heute zu sagen?

Buber ging es um das unmittelbare Verhältnis des Menschen zum jeweiligen Gegenüber, um die Ich-Du-Beziehung, sowohl im zwischenmenschlichen Bereich als auch im Gespräch mit dem göttlichen Du. Ich - Du ist mehr als Ich- Es und allein dort geschieht Begegnung.

Werner Licharz, ausgezeichneter Kenner Martin Bubers, wird in Leben und Werk Bubers einführen und die unterschiedlichen Wurzeln seines Denkens aufzeigen: Neben Einflüssen der hebräischen Bibel, die Buber in jahrzehntelanger Arbeit mit Franz Rosenzweig ins Deutsche übersetzte, die des ostjüdischen Chassidismus aber auch des Sozialismus und die Ideen der zionistischen Bewegung.

Bubers Bedeutung heute zeigt sich an seiner Rezeption: In der Philosophie, der Pädagogik, der Theologie und auch der Psychologie wird er diskutiert. Der dialogische Ansatz und sein damit verbundener Humanismus machen Buber zu einem der interesanntesten und auch vielseitigsten Gespächspartner unterschiedlichster Disziplinen.


Literaturtipp:
  • Werner Licharz, Heinz Schmidt [Hrsg]: Martin Buber, 1878-1965 : internationales Symposium zum 20. Todestag, Frankfurt am Main : Haag+Herchen Verlag, 1989. Veranstaltet von der Evangelischen Akademie Arnoldshain, dem Fachbereich Religionswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfur und dem Martin-Buber-Haus.
    Bd. 1. Dialogik und Dialektik
    Bd. 2. Vom Erkennen zum Tun des Gerechten.
Links zu Informationen über Martin Buber:

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