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Dienstag, 31. Oktober 2000, 19.30 UhrProf. Dr. Renate Wind, Heidelberg:"Dem Rad in die Speichen fallen -zur bleibenden Aktualität Dietrich Bonhoeffers" Prof. Dr. Renate Wind, geboren 1950 in
Hamm/Westfalen, studierte Theologie und Erziehungswissenschaft in Bethel und Heidelberg. Nach der Promotion Vikariat in Mannheim. Heute lebt sie in Heidelberg
und lehrt als Professorin für Biblische Theologie an der Evangelischen Fachschule
für Religionspädagogik in Nürnberg.
Zur Bonhoeffer Biographie "Dem Rad in die Speichen fallen""Schnell sind wir als Leser hineingenommen in die Lebensgeschichte Bonhoeffers, die die Autorin ebenso einfühlsam und anteilnehmend sachlich und informativ vor uns entfaltet. Die lebendige Biographie außergewöhnlichen Menschen!" (Aus der Begründung der Jury zum Evangelischen Buchpreis) |
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Dienstag, 07. November 2000, 19.30 Uhr
Filmvorführung: "Bonhoeffer - die letzte Stufe" |
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![]() Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)
Religion: Gott als LückenbüsserWährend ich mich den Religiösen gegenüber oft scheue, den Namen Gottes zu nennen, … kann ich den Religionslosen gegenüber gelegentlich ganz ruhig und wie selbstverständlich Gott nennen. Die Religiösen sprechen von Gott, wenn mensch- liche Erkenntnis (manchmal schon aus Denkfaulheit) zu Ende ist oder wenn menschliche Kräfte versagen - es ist eigentlich immer der deus ex machina, den sie aufmarschieren lassen, entweder zur Scheinlösung unlösbarer Probleme oder als Kraft bei menschlichem Versagen, immer also in Ausnutzung menschlicher Schwäche bzw. an den menschlichen Grenzen; das hält zwangsläufig immer nur solange vor, bis die Menschen aus eigener Kraft die Grenzen etwas weiter hinausschieben und Gott als deus ex machina überflüssig wird; das Reden von den menschlichen Grenzen ist mir überhaupt fragwürdig geworden (ist selbst der Tod heute, da die Menschen ihn kaum noch fürchten, und die Sünde, die die Menschen kaum noch begreifen, noch eine echte Grenze?), es scheint mir immer, wir wollten dadurch nur ängstlich Raum aussparen für Gott; - ich möchte von Gott nicht an den Grenzen, sondern in der Mitte, nicht in den Schwächen, sondern in der Kraft, nicht also bei Tod und Schuld, sondern im Leben und im Guten des Menschen sprechen. An den Grenzen scheint es mir besser, zu schweigen und das Unlösbare ungelöst zu lassen. … Die Kirche steht nicht dort, wo das menschliche Vermögen versagt, an den Grenzen, sondern mitten im Dorf.(Aus: Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, DBW Bd.8, S.407f) zu den aktuellen Veranstaltungen |
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